Selbstbehauptung

In meinen Kursen sollen die Kinder lernen für ihre Bedürfnisse, Rechte und Standpunkte einzustehen und diese, wenn nötig, auch durchzusetzen.

Sich selber einschätzen lernen

Meiner Erfahrung nach passiert es oft, dass sich Kinder in Schwierigkeiten bringen, weil sie Impulsen nachgehen, welche von starken, negativen Gefühlen, wie beispielsweise Angst oder Wut, ausgelöst wurden. Die Kinder sollen lernen sich dieser Impulse bewusst zu werden, um sich nicht mehr von ihnen lenken zu lassen. 

Für den Fall, dass ein heftiger Konflikt oder Kampf dennoch nicht vermieden werden kann, sollen die Kinder in den Kursen lernen, welche Geisteshaltung hilfreich ist diesen unbeschadet zu überstehen. 

Zudem sollen die Kinder sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst werden und so, im Idealfall, herausfinden, wie diese ihnen dienlich sein können.

Ein gesundes Selbstvertrauen

Damit Kinder für sich einstehen können brauchen sie Selbstvertrauen. Um dieses zu stärken müssen wir ihre Fähigkeiten sichtbar machen und anerkennen. Ich bin davon überzeugt, dass jedes Kind eine Vielzahl an Fähigkeiten mitbringt und ich versuche diese in meine Kurse zu integrieren.

Eine Kampfkunst fördert in besonderem Maße Kompetenzen, die eine Basis für ein gutes Selbstvertrauen bilden: Man lernt, sich und andere zu beschützen und entwickelt ein gutes Körpergefühl. Zudem bildet man durch die physischen Übungen einen beweglichen und kraftvollen Körper aus. 

 

Selbstverteidigung

Meiner Meinung nach lassen sich fast alle Konflikte lösen oder es gibt Möglichkeiten ihnen aus dem Weg zu gehen. Sich körperlich zur Wehr zu setzen ist nur dann angebracht, wenn eine echte Bedrohung besteht oder jemand anderem geholfen werden muss. In den Kursen lernen die Kinder also zuerst, wie man Gegnern entkommt und sich nicht von Tritten oder Schlägen treffen lässt. Erst anschließend erlernen sie wie man einen Kampf für sich entscheidet.

Unterricht

 

Der Unterricht ist anspruchsvoll und erfordert Disziplin. Er besteht aus Selbstbehauptungs-, Bewegungs-, Kraft-, Flexibilitäts- und Kampfübungen. Dabei wechseln sich ruhige und anstrengende Phasen ab. Insbesondere bei den jüngeren Kindern gestalten sich viele der Übungen auch spielerisch.

Miteinander lernen

Während der Übungen sollen die Kinder immer wieder selbst die Verantwortung für die Durchführung dieser übernehmen. Sie lernen Unterrichtsinhalte verständlich an eine Gruppe weiterzugeben und somit Anfängern bereits Erlerntes beizubringen. Außerdem werden sie dazu angeregt ihrem Trainingspartner konstruktives Feedback zu geben und lernen dabei nicht nur das genaue Beobachten des Gegenübers, sondern auch selbst mit Kritik und Fehlern umzugehen.

Kampfkunst und individuelle Zielsetzungen

Der Unterricht orientiert sich an der Kampfkunst Systema. Es gibt kein Graduierungssystem und auch keine Prüfungen. Dies ermöglicht individuelle Zielsetzungen, welche sich nicht nach einem festgelegten System ausrichten, sondern ausschließlich an das Kind angepasst sind.

Zur Dokumentation der Fortschritte und als Motivation von außen gibt es stattdessen regelmäßig kleine Vorführungen für die Eltern und Bekannte. Außerdem kommt immer mal wieder ein Kampfkunsttrainer von außerhalb, um den Kindern Feedback zu geben.

Die Geschichten der Krieger

Um einen besseren Bezug zu den Selbstverteidigungübungen zu finden kann den Kindern die Beschäftigung mit den großen Kriegern der Vergangenheit helfen. Beispielsweise die geheime Welt der Ninja oder die der Ritter. Die Kleinen nähern sich dem Thema anhand von Spielen und Geschichten, für die etwas Älteren werden diese zusätzlich mit zusammenhängenden philosophischen Fragen.