Kampfkunst

 

Der Unterricht orientiert sich an der Kampfkunst Systema. 

Systema ist eine russische Kampfkunst, welche sich ab den 90er Jahren im Westen verbreitet hat. Ihre Wurzeln lassen sich jedoch bereits bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen. 

Jede Konfliktsituation ist einmalig, also muss der Körper lernen sich individuell und spontan zu verteidigen. Man erlernt keine isolierten Techniken die man tausendfach wiederholt, wie in vielen traditionellen asiatischen Kampfkünsten, sondern Prinzipien. Dafür schaut man sich den Körperbau und dessen natürliche Reaktionen an und nutzt physikalische Gesetze für sich. Die Prinzipien sind in jeder Art von Kampf anwendbar - mit und ohne Waffe.

Im Systema steht die Arbeit an an den folgenden vier Punkten im Fokus:

1. die Art und Weise sich zu bewegen

2. die Ausrichtung des Körpers

3. Entspannung aktiv zu nutzen

4. die Anpassung der Atmung an die gegebene Situation

 

Letzteres spielt eine zentrale Rolle und wird als eine Art  „Verbindungsglied“ zwischen Körper und Psyche gesehen. Natürlich sind alle diese Unterpunkte miteinander verbunden und lassen sich in der Praxis nicht derartig trennen.

 

Für Kinder ist Systema besonders geeignet weil es intuitiv, kreativ und unglaublich vielfältig ist und man sich viel bewegen muss. Es ermöglicht ihnen ein sehr präzises Körpergefühl zu entwickeln. Am besten funktioniert Systema mit einer ruhigen, entspannten Psyche, die auf den Moment fokussiert ist - eine Herangehensweise die auch im Alltag hilfreich ist.

Expertinnen und Expertensystem – Kampfkunst anders lernen